Für die einen ist es eine einfache Schwimmbahn –
für die anderen die wahrscheinlich kürzeste Rennstrecke!

Am Sonntagmorgen trafen sich zehn noch nicht ganz muntere Draggstars, um den Weg
nach Itzehoe zum Indoor-Cup anzutreten. Nach einer zügigen und munteren Fahrt
konnten wir uns in der Itzehoer Schwimmhalle schnell in unsere Badesachen schmeißen
und das tropische Klima genießen. 32 Teams nahmen an der Veranstaltung teil und diese
Teams wurden in Gruppen eingeteilt, die unter sich den Gruppensieger ausfuhren. Pro
gewonnenes Rennen erhielt man drei Punkte. Es gab keine maximale Zeitvorgabe,
Gewinner war nur die Mannschaft, die das Boot eindeutig über die Markierung schiebt. In
unserer Gruppe trafen wir dann auf unseren ersten Gegner: Hinten kackt die Ente. Mit
einem Badeentchen auf dem Kopf sahen sie trotz Football-Trikot recht harmlos aus. Der
Start lief gut, aber die Sitzpositionen im Boot gewöhnungsbedürftig. De fixe Draak war
zwar für einige ein alter Weggefährte, aber leider nicht der bequemste Drache. 52
Sekunden mussten wir im ersten Rennen gegen halten und doch haben uns die Enten in
den letzten Sekunden noch über die Markierung geschoben. Wir ließen uns davon nicht
entmutigen, positiv gestimmt traten wir das zweite Rennen an. Unser nächster Gegner
waren die Bayer Flohkiller. Diesmal ließen wir es nicht zu, dass sie ihrem Name Ehre
machen konnten. 48 Sekunden kämpften die Paddel gegeneinander und die Draggstars
schoben die Flohkiller langsam aber bestimmt in die eigene Hälfte zurück und erhielten
drei Punkte. Der dritte Gegner unserer Runde waren die Red Devils – aber nein, nicht die
Red Devils aus Schwerin, sondern aus Oldenburg. Die nächsten drei Punkte fest im Visier,
schoben wir die Devils in nur 19 Sekunden in ihr Feld zurück. Zwei Siege bei drei Rennen
– keine schlechte Bilanz. Mit diesem Ergebnis standen wir zu dem Zeitpunkt auf Platz 9
und landeten im B-Finale.
Nach einer kurzen Pause ging es dann in die KO-Runde: gewinnen oder duschen gehen.
Unser nächster Gegner waren die Presse-Turboenten I, die ihrem Namen leider alle Ehre
machten. Auch wenn wir alles gegeben haben, schoben sie uns doch in 19 Sekunden ins
Aus. Auch wenn an dieser Stelle für uns Schluss war, die Bilanz – zwei gewonnene und
zwei verlorene Rennen – kann sich sehen lassen. Bevor es unter die Dusche ging, gab es
dann noch ein Bierchen und anschließend ging es nach Hause.
Fazit: Das machen wir mal wieder!! Nach Itzehoe fahren wir nächstes Jahr gerne wieder!
Die musikalische Unterhaltung war super! Auch andere Indoor-Cups in der Umgebung
sollten mitgenommen werden! Es ist eine sehr spaßige Angelegenheit und macht dem
Wassersport alle Ehre – man wird definitiv klatschnass!


Die Draggstars haben Blut geleckt und freuen sich auf das
nächste Planschen im kleinen Becken!

Sonntag, 18 August 2013 07:46

Bleibt – alles anders!

„All my bags are packed, I'm ready to go …“ so summte ich letzten Freitag vor mich hin, nur dass ich nicht „I'm leaving on a jetplane“ weitersang, sondern mich ins Auto schwang, um nach Hamburg Allermöhe zum 5. Taiwan-Cup zu kommen.

Was geblieben war: das wunderbare Regattagelände, ein fantastischer Empfang von einem gut gelaunten Team der Bremen Draggstars und die Vorfreude auf gepflegtes Wasserschubsen an den folgenden zwei Tagen.

Was anders war: unsere Platzierungen. Auf 200 Metern erreichten wir den 12., auf 500 Metern den 13. und auf 2.000 Metern den 15. Platz. Das verwunderte einige der anwesenden Teams, hatten wir die Jahre zuvor doch eine andere Erwartungshaltung aufgebaut. Aber die Erwartungshaltung unseres Teams und das Ziel für das Wochenende war von vornherein eine andere. Denn wir wollten einfach nur gute Rennen unserem aktuellen Trainingsstand entsprechend fahren und mal wieder im Team beisammen sein. Und sowohl die Rennen als auch das Beisammensein haben sich Klasse angefühlt. Und da dann doch einiges anders war, obwohl irgendwie alles bleibt, soll auch dieser Bericht anders werden und nicht nur das Sportliche fokussieren, denn es gab sooooo viel mehr Erkenntnisse an diesem Wochenende:

  1. Wolfgang ist ein ganz Großer im Entenangeln.
  2. Jane ist auf dem besten Weg, ihre Fußphobie zu überwinden. An Andrés Füßen kommt sie jedoch noch nicht vorbei.
  3. Nicht nur Carsten schwingt gern das Tanzbein, auch André kann eine flotte Sohle auf´s Parkett legen.
  4. Vier Seelen wohnen ach in Jane's zwei Brüsten – ein Dank an Benny für die Rechenkünste.
  5. Benny hat eventuell Inkonsequenz. Stimmt Claudia, wenn die Erdplatten sich verschieben, dann spricht man von Inkontinenz.
  6. Wenn Thilo was reißen will am nächsten Tag und deshalb den Pegel nicht zu sehr heben will, dann meint er mit reißen, Brötchen holen.
  7. Wolfgang wird zur nächsten Regatta seinen Vorgarten (inklusive Gartenzwerg, Regenschirm und Campingstuhl) mit einem kleinen Gartenzaun absperren. Wer noch Rollrasen mit integrierten Gänseblümchen kostengünstig abzugeben hat, darf sich gern an ihn wenden.
  8. Zwei von drei Wünschen darf man Steffi gern erfüllen.
  9. Abspacken im Partyzelt tut der Seele auch mal gut. Nicht jedoch den Beinen.
  10. Beim Umsteigen von einem Boot ins andere darf man auch gern den Wasserweg benutzen – Danke Dennis für den Einsatz.
  11. Eine private Physiotherapeutin ist Gold wert – selbst wenn sie neben einem seligen Lächeln auch Tränen hervorruft.

In diesem Sinne: Ich bin gespannt, was als Nächstes kommt, denn es bleibt – alles anders.

Eure Jane

…noch mehr Regen her.

Bereits letzte Saison hatten wir den Ausspruch geprägt: „Wassersport ist nasser Sport!“ und das sollte auch für unsere letzten beiden Wochenenden zum bestimmenden Thema werden.

Wie die Jahre zuvor machten sich die Bremen Draggstars auf den Weg zum Pfingstcup in Hannover und trafen dort auf einen Teil der Sonntagsfahrer, mit denen wir gemeinsam bei Rennen über 250 Meter, 500 Meter und 4.000 Meter den Maschsee umpflügen wollten. Doch zuvor galt es, unsere kleine Festung wetterfest zu machen, den Körper zu stärken und auf bedeutende Anlässe anzustoßen.

Nach einer blitz- und donnerschwangeren Nacht stellten wir uns am Samstag erst mal auf einen gemeinsamen Rennablauf ein und landeten auf der Kurzstrecke im Mittelfeld. Die Pausen zwischen den Rennen vertrieben wir uns mit der Suche nach den besten Wetterprognosen. Und siehe da, es half!

Sonntag: Sonne satt. Das konnte ja nur die Laune für die eher zwiespältig hassgeliebten 500 Meter heben. Und tatsächlich: 11. Platz zum Ende des Tages. Was für eine Steigerung zum letzten Jahr! Den Erfolg konnten wir dann bei kulinarischen Leckerlis in entspannter Atmosphäre genießen.

Die Teamstimmung trübte sich jedoch bald wieder. Irgendwer hatte offensichtlich sein Abendmahl nicht komplett vernichtet, denn Petrus schickte wieder Schauer für die Langstrecke am Montag. Dennoch: wettererprobt konnten wir mit unserem altbewährten Steuermann-Gast Olaf ein tolles Rennen hinlegen und landeten auf einem guten 9. Platz.

Nach dem feuchten, aber sehr fröhlichen Pfingstwochenende war die Vorfreude auf Lübeck eine Woche später groß. So machten wir uns am letzten Samstag auf zu einer uns noch unbekannten Regatta in die schöne Hansestadt.

Auch hier durften wir Gäste bei uns im Boot begrüßen, die mit uns 2 x 200 Meter und 6.000 Meter als Regatta-(Fast-)Neulinge bei strömendem Regen aber bester Laune absolvierten.

Nach Zeitaddition aller drei Rennen – einem etwas anderen Rennmodus als uns bisher bekannt – fuhren wir einen fantastischen vierten Platz ein.

Neben Regen nieselte es aber auch noch weitere Erkenntnisse an diesen beiden Wochenenden:

- Wir sind nicht aus Zucker.

- Drachenboot ist ein Teamsport und wir harmonieren in vielen verschiedenen Konstellationen.

- Zeit zum Boot ausrichten ist extrem überbewertet, was macht schon so eine Boje am Paddel oder der Kopf des Bootes in der Bahn nebenan?!

- Wir stehen auf (nettes) Anbrüllen und Beschimpfen ;)

- Es lohnt sich, Regatten frühzeitig anzumelden und zu planen, um Überschneidungen mit anderen sportlichen Ereignissen wie dem letzten Spieltag der Fussball-Bundesliga zu vermeiden...

- Es gibt vielfältige Schlachtrufkombinationsmöglichkeiten aus den Sonntagsfahrern und den Bremen Draggstars. Hier die vielleicht Schönste: Wir sind die Bremen-Sonntags-Dragg-Fahrer-Stars!

- Wir fahren auf 6.000 Meter im Schnitt schneller als auf 4.000 Metern.

- Eine Schwalbe macht noch keinen Sommer, aber ein legga Grogg macht nen warmen Bauch.

- Die Vorfreude auf unseren eigenen Jubiläumscup am 15. und 16. Juni in Bremen wächst täglich und das nicht nur bei uns!!!

(die Bilder zu beiden Wochenenden findet ihr in der Mediathek...)

 

Anpaddeln des Landes-Kanu-Verbandes Mitte März – das hört sich nach einer guten Idee an, dachten wir und 30 km von Rethem nach Verden zusammen mit den Kanuten der Mitgliedsvereine aus Bremen passten gut in unsere Saisonvorbereitung. Also fix angemeldet und noch ein paar Kanuten als Mitpaddler gewonnen. „Der Anpaddeltermin des LKV Bremen ist eigentlich immer eine sichere Wetterprognose für das erste schöne Frühlingswochenende“ versicherte LKV-Präsident Norbert Köhler, der in diesem Jahr gemeinsam mit uns die Strecke anging. Nur hatte das Wetter das in diesem Jahr leider irgendwie vergessen und so waren bei diesem charmanten Frühlingswetter am 17. März anno 2013 die Motivationskünste gefragt. Mit 19 Einern und einem Drachenboot machten wir uns bei zunächst grüner Wiese in Rethem auf den Weg nach Verden. Die ersten zaghaften Schneeflöckchen wurden als jahreszeittypische Blütenblätter interpretiert und gegen den einsetzenden eisigen Wind half die eine oder andere Tüte Süßigkeiten. Wir trotzten beharrlich dem immer stärker einsetzenden Schneefall und der Countdown bis zur Bratwurst wurde heruntergezählt, denn zum Glück warteten nach gut der Hälfte der Strecke die Paddelfreunde des Wassersportclubs in Westen mit Würstchen, Steaks und heißen Getränken, um die eingefrorenen Füße, Hände und ein bisschen auch die Seele aufzutauen. Schnell noch die Handschuhe auf der Heizung gewärmt und schon ging es frisch gestärkt auf den zweiten Teil der Strecke durch die mittlerweile mehr als nur angezuckerte Landschaft immer dem Ziel am Wassersportverein in Verden entgegen, wo die Schneepaddler herzlich mit Kaffee und Kuchen begrüßt wurden. „Schon ein bißchen verrückt“ und „sowas hatten wir ja noch nie“ hörte man immer wieder beim gemeinsam Kaffetrinken und dem etwas ungläubigen Blick aus dem Fenster, wo die Boote unter der Schneedecke kaum noch zu sehen waren – aber alle waren sich sicher: wir sehen uns beim Anpaddeln 2014!

mehr Bilder findet ihr hier

nass von oben naht

Wassersport ist nasser Sport – um mal meine Freud- und Leidensgenossin neben mir auf dem Schlag zu zitieren – dass wir das in so einer Deutlichkeit leider auch von oben zu spüren bekamen, hatten wir uns wohl alle nicht gewünscht. Und trotzdem wir alle immer fleißig die Teller leer gegessen und einmal stündlich den Anti-Regentanz vollführt hatten, fuhren wir am Wochenende vom 07. bis 08. Juli mit schlechten Wetterprognosen zum 4. Taiwan-Cup in Hamburg-Allermöhe.

Auf einem fantastischen Gelände standen für die Bremen Draggstars die Rennen über die Distanzen von 200 Metern, 500 Metern sowie 2.000 Metern an zwei Tagen auf dem Plan. So sollte zunächst am Samstag durch ein Rennen über 200 Meter die Einteilung in die Klassen Premium, Sport und Fun erfolgen, um anschließend alle 500-Meter-Läufe und die Langstrecke auszutragen. Nachdem wir uns erfolgreich für die Premium-Klasse qualifiziert hatten, gaben wir mit einem veränderten Rennablauf aus verlängerten Start- und Endspurtphasen auf der Mitteldistanz alles und erkämpften uns einen tollen 6. Platz von insgesamt 34 Teams. So war es dann auch nicht verwunderlich, dass sich ein kleines Gefühl der Erleichterung breit machte, als der Veranstalter aufgrund eines Unwetters die Langstrecke absagte – ACDC hätten mit ihrem Lied „Thunder“ kein bedrohlicheres Grollen hinbekommen und auch die Blitze konnten mit jeder perfekt inszenierten Lichtershow mithalten. Unseren Platz vom Samstag konnten wir am folgenden Tag auf der Kurzstrecke sogar noch einmal verbessern und landeten auf dem 5. Platz von 35 Teams.

Und als hätten wir der Anstrengung noch nicht genug, hieß es das folgende Wochenende erneut Tasche packen, um sich auf 280 Metern und 100 Metern mit 79 bzw. 20 Teams zu messen. Gemäß dem Lied von Adele „Set fire to the rain“ mischten wir zusammen mit den anderen Mannschaften durch hitzige, teilweise extrem hohe Paddelfrequenzen den alten Strom auf und fuhren wie im letzten Jahr in der Gruppe B auf den 280 Metern mit und erreichten im Sprint den 6. Platz. Zur Belohnung gönnten wir uns dann auch Fischbrötchen, Goldbroiler, Bierchen und Cocktail am Strom, der Mole und am Strand und können auf zwei wunderbare Tage zurückblicken.

Abschließend haben uns beide Wochenenden deutlich gezeigt:

  1. Die Zeiten, die wir fahren auf allen Distanzen, sind der Hammer. Die zweit- und drittbesten Zeiten können sich sehen lassen!
  2. Drachenbootsport ist ein Sport, bei dem das Konkurrenzdenken zwar während der Rennen an ist, in den Rennpausen sich allmählich jedoch wahre Teamfreundschaften entwickeln.
  3. Wir sind alle mittlerweile so angefixt, dass einige von uns selbst an ihren Geburtstagen nochmal eben angefahren kommen, um ins Boot zu springen.
  4. Unsere Draggstars-Familie entwickelt sich gemeinsam in jeder Hinsicht weiter, so dass wir uns freuen, uns im September bei der Deutschen Meisterschaft in Allermöhe präsentieren zu können!
Pfingsten, Sonne, 25 ° C.
Die Bremen Draggstars stellten sich der ersten wirklichen Herausforderung in der Saison 2012. Wo stehen wir wirklich? Nach mehreren Monaten guter Vorbereitung, einem tollen Trainingslager in Schwerin war dieses der Härtetest für die Mannschaft der Bremen Draggstars. Denn in Hannover ist so ziemlich alles vertreten, was Rang und Namen in Deutschland hat. Des Weiteren haben Teams aus Schweden und Holland die Reise angetreten, um sich mit vielen der besten deutschen Drachenbootteams zu messen.
 
Samstag: Kurzstrecke über 250 m.
Beim ersten Vorlauf kamen wir als 2. über die Ziellinie mit einer Zeit von 1:10,03 Min., das sicherte uns direkt den Einzug ins Halbfinale ohne den Umweg über die Hoffnungsläufe gehen zu müssen.
Auch im Halbfinale fuhren wir wieder auf den 2. Platz vor mit einer Zeit von 1:10,47 Min.
Finale auf Bahn 5: Der Start ging richtig vorwärts, dann in die Strecke, dann ein fulminanter Endspurt, dann rollten die ersten Tränen, Freudentränen, Platz 2.! in einer super Zeit von 1:07,78, was für ein Rennen. Am Abend durften wir dann unseren ersten Pokal aus Hannover auf der Bühne der AWD-Hall in Empfang nehmen.
 
Sonntag: Kurzstrecke über 500 m.
Nicht gerade unsere Paradestrecke, diese Distanz ist mörderisch, will sie doch irgendwie kein Ende nehmen.
Im Vorlauf erreichten wir Platz 4, also ging es in den Hoffnungslauf, in dem wir uns mit einer Zeit von 2:20,73 auf den ersten Platz kämpften und somit ins Halbfinale einzogen. Halbfinale, Bahn 6, zeitgleich mit dem Hoffnungslauf kamen wir auf Platz 6 ins Ziel, die Videoauswertung zeigte uns, dass die Boote vor uns nur einen Wimpernschlag schneller waren.
Also B-Finale, wieder auf der ungeliebten Bahn 6. Hier mussten wir den 3 kräftezehrenden Läufen davor Tribut zollen, ein Vorteil für alle, die sich nicht über die Hoffnungsläufe qualifizieren mussten. Mit einer doch deutlich langsameren Zeit von 2:22,82 sicherten wir uns gesamt einen guten
13. Platz auf der 500 m Kurzstrecke.
 
Montag: Langstrecke über 4000 m als Verfolgungsrennen
Als 3. Boot gingen wir auf diese Distanz, alle 10 Sek. startete ein Boot und 2 Mal sollte der Rundkurs umfahren werden. Mit kontinuierlicher Geschwindigkeit fuhren wir ein tolles Rennen. Nach der letzten Kurve ging es auf die Zielgerade, nochmals 500 m. Wir zogen langsam einen Endspurt an, peitschten das Boot für die letzten 150 m nochmals auf volle Geschwindigkeit hoch. Überholt hat uns niemand, ein sehr schöner 7. Platz mit einer Zeit von 19:54 Min. und mit lediglich 15 Sek. Abstand zu Platz 1.
Besonders bemerkenswert ist, dass wir 41 Sek. schneller waren als im letzten Jahr!
 
Was nehmen wir mit aus dieser Veranstaltung?
 
1. Einen Pokal!
2. Sonnenbrand!
3. Die Genugtuung, dass sich die Anstrengungen der letzten Monate bezahlt gemacht haben!
4. Das Wissen, dass wir jetzt auf allen Strecken wettbewerbsfähig sind.
5. Die Bestätigung, dass dieses Team momentan einfach super harmoniert und alles passt.
 
Von mir ein großes Lob an alle Teammitglieder, es war ein super Wochenende!

 

In der wirklich schönen Hafenarena beim Ruderclub in Leer traten wir nach den erfolgreichen Rennen im Herbst 2011 am vergangenen Wochenende zum 2. Mal an.

Das Ligafinale, ausgerichtet durch T&T, war unser Start in die neue Saison. Leer erwies sich erneut als ein gutes Pflaster für die Bremen Draggstars. Eine überschaubare Veranstaltung mit insgesamt 20 Teams, wobei 4 Teams „Open“ fuhren.

Für uns der erste Testlauf mitten in der Vorbereitung und somit die Möglichkeit auch die Regatta-Unerfahrenen an das Renngeschehen heranzuführen und diverse Bootsbesetzungen und Rennabläufe zu testen.

Die Blues Brothers aus Schwerin, seit Jahren auf allen Regatten vorne mit dabei, entschieden den 250 m Finallauf ganz knapp für sich, die Videoanalyse zeigte ein Fotofinish. Wir gratulieren und freuen uns über den 2. Platz mit dem Wissen, dass wir bald wieder auf dieses Team treffen werden.

Am kommenden Wochenende geht es ins Trainingslager an den Schweriner See zur Technik- und Taktikschulung sowie zum Ausdauertraining. Die Bremen Draggstars reisen fast vollzählig an und danach darf die Saison in Hannover richtig losgehen.

„Oh wie find ich es schön, oh wie find ich es schön, oh wie find ich es schön, dass es schneiheit …!“

Nicht zum ersten Mal greife ich an dieser Stelle auf ein Zitat meiner Kinderbuchheldin Pippi Langstrumpf zurück. Denn manchmal lassen sich keine besseren Worte finden, als die begeisterten Worte eines Kindes. Oh wie fand ich es schön, dass es schneite, als ich mich am Samstag, den 10. Dezember, morgens mit 17 weiteren Mitgliedern der Bremen Draggstars auf dem Weg von Bremen nach Hamburg befand. Ich fand es auch immer noch schön, dass es schneite, als ich in Hamburg aus dem Auto stieg, war es doch mein erster Schnee in diesem Winter. Allerdings hoffte ich gleichzeitig darauf, dass es auch noch wieder aufhören würde zu schneien an diesem Tag.

Warum? Weil wir uns auf den Weg begeben hatten zum 2. Niko-Drachencup in Hamburg. Und nicht nur ich, sondern sicher auch viele meine Teamkolleginnen und Teamkollegen mussten sich vor dem Wochenende die Fragen anhören: Seid ihr eigentlich verrückt, bei diesem Wetter zu paddeln? Ist eure Saison nicht schon längst vorbei?

Nein, war sie nicht. Denn wir waren angetreten, um insgesamt 9 km – vom Alster-Canoe-Club e. V. in Hamburg von der Alster über die Außenalster zur Binnenalster und, nach Umrundung des hell erleuchteten Tannenbaums, wieder zurück – zu absolvieren. Dazu bekamen wir tatkräftige Unterstützung durch den ACC auf der Trommel und von der Steuerfrau Sandra, Mitglied der Schwarzen Schafe.

Als das Startkommando kam, schneite es leider immer noch, auch wenn ich das nun langsam gar nicht mehr schön fand. Schlimmer noch: Wenn es nicht gerade schneite, regnete es; hörte der Regen auf, kam der Schnee wieder. Schöne Bescherung. Und das schon 14 Tage vor Weihnachten! Wenigstens gab es unterwegs allerlei Kuriositäten zu sehen: Pippi Langstrumpfs getupftes Pferd stand in einem Vorgarten, auf der Alster schwamm ein Wal und man konnte beobachten wie ein Haufen gut gekleideter Weihnachtsmänner aus ihren Autos stieg und sich dann in Boote schwang, um eine gemütliche Paddeltour zu unternehmen. Rudolf schien irgendwie den Dienst versagt zu haben. Wahrscheinlich erprobten sie Möglichkeiten, den Kindern statt auf dem Luftweg die Geschenke nun auf dem Land- oder Seeweg zukommen zu lassen. Hauptsache, es gab glückliche Gesichter zu Weihnachten. Diese gab es dann auch bei uns, als wir im Ziel ankamen. Erst recht, weil man sich die Zeit zwischen Trockenlegen und Siegerehrung mit leckerem Glühwein und Apfelpunsch vertreiben konnte.

Als die Platzierungen verkündet wurden, durften wir jubeln. Mit einer Zeit von 49:38 Minuten erreichten wir, unter den insgesamt 16 angetretenen Teams, einen fantastischen dritten Platz, nach dem Team vom Schaengel-Express aus Koblenz und den Praktikanten des Alster-Canoe-Club. Und man muss nicht mal Plutimikation wie Pippis Freunde Annika und Tommy in der Schule lernen, um sich ausrechnen zu können, dass bei den Platzierungen des Jahres 2011, die die Bremen Draggstars eingefahren sind, sie auf das erfolgreichste Jahr seit Bestehen des Teams zurückblicken können.

 

Allen Teams, den Teammitgliedern der Bremen Draggstars und ihren Familien ein entspanntes und stressfreies Weihnachtsfest und einen guten Rutsch ins neue Jahr!

Als die Frage aufkam, ob es Vorschläge für bestimmte Regatten gibt, die wir gern fahren möchten, hatte ich spontan die Mindener Wesermeile im Kopf. Was sind schon 21 km im Vergleich zu den 135 km des Wesermarathons, den wir mit 12 Personen im Mai gefahren waren, dachte ich mir, reichte meinen Vorschlag ein und meldete mich selbstverständlich auch gleich zum Paddeln mit an. Meine Vorfreude war groß, war doch strahlender Sonnenschein bei sommerlichen Temperaturen angekündigt, die Strecke auf der Weser traumhaft schön und unser Boot mit voller Besetzung am Start.

Zusammen mit 15 weiteren Teams trafen sich die Bremen Draggstars zunächst im Ziel am Bootshaus des KSG Minden, dem Ausrichter der Veranstaltung. Mit mehreren durch die Veranstalter organisierten Bussen wurden die Paddlerinnen und Paddler von dort aus zum Start in Vlotho kutschiert. Auch wenn von den 16 Teams nur zwei Jugendboote dabei waren, mutete die Busfahrt doch schnell wie eine Klassenfahrt an. Jeder Kilometer, jede Kurve, jedes Auto und jedes Boot wurden kommentiert; es wurden Sprüche geklopft, um den Anderen Respekt einzujagen, die eigene Zurechnungsfähigkeit bei der Entscheidung mit zu paddeln nochmal angezweifelt und ein ausgiebiger Besuch beim Restaurant zur goldenen Möwe als Alternative in Betracht gezogen.

Doch es half alles nichts. Fast pünktlich um 13.00 Uhr hieß es für die Mannschaften im Minutentakt an den Start zu gehen und 20 Kilometer mit dem Strom zu paddeln. Als 11. Boot hieß es auch für die 20 Paddler und Paddlerinnen der Bremen Draggstars und ihre Trommlerin Sophia: Are you ready? Attention! Go …

Und wir gingen ab. Mit einer sehr konstanten Frequenz von 65 Schlägen pro Minute, immer wieder gestärkt durch Intervalle mit sehr druckvollen und kräftigen Schlägen konnten wir in teils extrem anstrengenden und kräftezehrenden Manövern vier Boote überholen. Als das Ziel nach einer Kurve endlich ins Blickfeld kam, machte sich auf manch einem Gesicht schon ein glückseliges Lächeln angesichts des baldigen Endes der Anstrengungen breit, doch da hatten Einige die Rechnung ohne die Veranstalter gemacht. Noch am Bootshaus des KSG Minden vorbei galt es eine Kampfwende zu fahren und ca. 1 km gegen den Strom zurück zur Ziellinie zu paddeln.

Erschöpft und mit einigen KK-bedingten Ausfällen (Kreislauf und Krämpfe) stiegen wir aus unserem Boot und belegten mit einer Zeit von 1:22:49,15 den 4. Platz. Doch auch ohne den Aufstieg auf das Treppchen konnte unser Teamcaptain und Trainer einen Pokal für uns in Empfang nehmen und bei Eis und Currywurst mit Pommes ließen wir den Tag entspannt ausklingen.

Und bei meinem Blick in die anderen Gesichter konnte ich auch dort ebenso viel Stolz auf die eigene Leistung feststellen wie bei mir, aber es blitzten auch die Zweifel auf, warum man sich bei dem bereits nach einer Stunde einsetzenden schmerzenden Muskelkater so eine Anstrengung freiwillig antut. Heute, nach zwei Nächten voll unruhigem Schlaf, weil eigentlich keine Liegeposition so richtig angenehm ist, freue ich mich schon wieder auf die Nikolausregatta im Dezember in Hamburg und würde fast schon wieder Wetten auf mich selbst abschließen, dass ich mich auch im nächsten Jahr wieder mit tollen Teamkolleginnen und -kollegen ins Boot setze, wenn es an die 135 km Wesermarathon oder die 21 km Mindener Wesermeile geht.

 

Bis dahin verabschieden sich die Bremen Draggstars in das Wintertraining und bedanken sich bei allen Veranstaltern und Teams, die diese Regattasaison wieder zu einer unvergesslichen gemacht haben!

Dienstag, 20 September 2011 21:26

Mit LEERen Händen gehen wir nicht nach Hause!

Die 4. Leeraner Stadtmeisterschaften waren in 2011 auch europaweit ausgeschrieben, so erschienen an diesem herrlichen Wochenende in der Hafenarena neben den regionalen, auch einige angereiste Teams aus Holland, Wuppertal und Lingen.
29 Teams kämpften um die Stadtmeisterschaft, die ersten Platzierungen in der offenen Klasse, dem Königscup sowie auf der Mittelstrecke von 900 m.
Für die Bremen Draggstars war es die erste Teilnahme an diesem Event und eine gute Gelegenheit für einige unserer neuen Paddlerinnen und Paddler Regattaluft zu schnuppern. Unsere teils 14-Jährigen bissen die Zähne zusammen und feierten in den 2 Vorläufen am Samstag gleich mit uns die ersten Siege.
Samstagabend hieß es dann: Holt die Plastikkeule raus! Denn der Veranstalter, die Hobbits aus Leer, wollten der Fairness halber alle Teams mit Plastikpaddeln starten lassen. Für uns eine neue Erfahrung, trotz Sonnenschein schien es zu regnen, so viel Wasser wühlten wir damit auf. 
Nach 2 Wenden und einem Schlussspurt war es geschafft und wir glücklich, diese schweren Paddel wieder abgeben und zum Bierchen greifen zu dürfen.
Am Sonntag drehten wir am Morgen eine kleine Runde im Hafenbecken bevor dann die Finalläufe starteten. Hatten wir am Samstag noch deutlich mehrere Sekunden vorn gelegen, schwanden Sonntag etwas die Kräfte und so wurde es nochmals spannend. Mit hauchdünnem Vorsprung sicherten wir uns den Sieg auf der 250 m Sprintstrecke vor den Moneydragons. So blieben wir das ganze Wochenende ungeschlagen, denn auch die Mittelstrecke konnten wir mit 10 Sek. Vorsprung für uns entscheiden. Ein entspanntes Wochenende, bei dem eher der Spaß im Vordergrund stand, liegt hinter uns und so machen wir die Vitrine auf, denn wie heißt es so schön, mit LEERen Händen gehen wir nicht nach Hause.

 

Zwei Junioren der Bremen Draggstars haben sich bei den 10. World Dragon Boat Racing Championships der International Dragonboat Federation (IDBF) vom 1. bis 7. August mit dem Jugendnationalteam (U18) eindrucksvoll gegen die starke internationale Konkurrenz aus Canada, den USA, Singapur, Großbritannien sowie Trinidad und Tobago durchgesetzt.

Bereits im Winter hatten sich Arne Laging und Jan Jathe im bundesweiten Sichtungslager für das Jugendnationalteam Drachenboot qualifiziert. Neben Schule und Alltag galt es nun für die Jugendlichen täglich intensiv in den Heimatvereinen zu trainieren und die eigene Maximalkraft, Schnelligkeit und Ausdauer zu verbessern. Zudem trainierte der Kader mit 22 Jungen und 10 Mädchen zwischen 15 und 18 Jahren ab dem Frühjahr regelmäßig bei Wochen- und Wochenendtrainingslagern in Mecklenburg-Vorpommern zielgerichtet für die WM und legte dabei pro Woche fast 200 Trainingskilometer zurück. Nach zwei Vorbereitungswettkämpfen und einem abschließenden Trainingslager ging es für das Team und die Betreuer am 23. Juli auf die Reise nach Tampa in Florida wo zunächst eine Akklimatisierungsphase und vor allem weiteres Training auf dem Plan stand, bevor es dann richtig losging.

Bereits am ersten Wettkampftag bewiesen die Junioren eindrucksvoll ihr Können und sorgten gleich zum Auftakt für goldig-silberne Momente. Im 2000 m Verfolgungsrennen, das den Zuschauern immer spannende, kraftbetonte und taktische Rennen bietet, wurde das Team in der Mixed-Klasse (mind. 8, max. 12 Mädchen) nur knapp vom kanadischen Team geschlagen und gewann die Silbermedaille. In der Open-Klasse konnte sich das deutsche Team jedoch gegen Kanada durchsetzen und gewann seinen ersten Weltmeistertitel.

Auch am zweiten Wettkampftag lieferten sich die Junioren wieder knappe Rennen, diesmal über die 1000 m, die gleich zweimal zu absolvieren waren. In der Addition beider Läufe konnte sich sowohl das Open wie auch das Mixed Boot gegen die Konkurrenten durchsetzen und sich über die nächsten Weltmeistertitel freuen.

Abweichend vom normalen Ablaufplan folgte am dritten Renntag die 200 m Sprintdistanz, in der drei Wertungsläufe zu fahren waren, von denen der schlechteste gestrichen wurde. Mit der für das Jugendnationalteam typischen sehr hohen Schlagfrequenz standen die Chancen auf weiteres Edelmetall bestens und beide Teams enttäuschten nicht – Gold im Mixed und Silber für das Open-Boot, sowie Gold im Small Boat (10 statt 20 Paddler).

Nun standen noch die Rennen über 500 m an und auch hier zeigte sich, dass das Trainingskonzept der Trainer aufging: die hohe Schlagfrequenz konnte auch über die lange Sprintdistanz gehalten werden und das Team fuhr souverän zwei weitere Weltmeistertitel ein. Zum Abschluss traten die Junioren nochmals im Small Boat über die 500 m an und krönten die bisherige Ausbeute mit zwei weiteren Titeln.

Mit 9 Gold- und 2 Silbermedaillen wurde somit der Rekord des Jugendnationalteams der WM in Australien, bei der 7 Titel gewonnen wurden, nochmals eindrucksvoll verbessert. Nach einer langen aber erfolgreichen Rennwoche sind die Junioren nun auf dem Rückweg nach Deutschland und werden in ihren Heimatvereinen nun gebührend gefeiert werden!

 

Das Jugendnationalteam in Florida 2011                    Arne Laging und Jan Jathe - die Junioren der Bremen Draggstars

 

 

Fotos: Frank Aheimer

 

 

Am vergangenen Wochenende tauschte das Team der Bremen Draggstars die bisherige Süßwasserausrüstung gegen Salzwasserequipment und begab sich auf den Weg nach Rostock zum 16. Warnemünder Drachenbootfestival. Begleitet von strahlendem Sonnenschein, mit hoher Motivation nach den Erfolgen der letzten Regattawochenenden und jeder Menge Sonnencreme im Gepäck galt es, statt der üblichen 250 Meter eine Strecke von 280 Metern am Samstag zurückzulegen. Für den Sonntag stand der Coca-Cola-Sprint-Cup auf einer Distanz von 100 Metern auf dem Plan.

Bereits im 2. Vorlauf des Samstages konnten die Bremen Draggstars beweisen, zu welchen Leistungen sie fähig sind und gewannen gegen das Jugendnationalteam, dem späteren zweitplatzierten Team auf der Strecke von 280 Metern und Sieger des Sprint-Cups. Insgesamt gelang es dem Team, wie im Vorjahr, einen guten Platz einzufahren und so konnten wir uns im LT-Club während der Siegerehrung am Abend bei der Pokalübergabe für den 1. Platz in der Leistungsgruppe B feiern lassen und belegten damit den 13. Platz von 94 gemeldeten Teams. Auf der kurzen Distanz am Sonntag konnten wir schließlich einen erfolgreichen 6. Platz erreichen.

Darüber hinaus hatte Warnemünde für uns aber auch noch andere Erkenntnisse zu bieten:

  1. Das Warnemünde-Lied vom letzten Jahr ist auch in diesem Jahr noch aktuell.
  2. Den Sprint-Cup fahren wir am besten mit hoch gezogenem Start, dann Bam Bam und durch.
  3. Solange der Fuchsbärvogel dabei ist, kann nichts passieren.
  4. Frühstück gibt es im Hotel noch nicht um 06:30 Uhr, dafür aber in meinem Zimmer, was mir zu so früher Stunde Einiges abverlangt.
  5. Strandsand knirscht auch am Montag noch auf der Kopfhaut.
  6. Aus irgendwelchen Gründen haben wir in Mecklenburg-Vorpommern mehr Fans, Familienmitglieder und Freunde, die uns anfeuern, als in den kompletten alten Bundesländern.
  7. Auf jeder Regatta sollte eine Endlosschleife laufen, die alle 20 Minuten die Geschichte des Drachenbootsports erklärt.
  8. Für Nachwuchs im Boot ist bereits gesorgt.
  9. Der Tanzstil einiger Teammitglieder grenzt eher an konstruktiv-unkonservativ, denn an Standard.
  10. Den schönsten Ausblick bietet immer noch die eigene Trommlerin.
  11. Zwischen Teepott und Mole lässt es sich bei der Happy Hour wunderbar entspannen.

An diesem Wochenende ging es für die Paddlerinnen und Paddler der Draggstars zum Regattazentrum in Allermöhe, wo der 3. Hamburger Taiwan-Cup ausgetragen wurde. Zum ersten Mal dabei, trafen die Bremen Draggstars auf viele bekannte Teams aus dem Norden Deutschlands, aber auch auf zwei asiatische Mannschaften, mit denen es sich zu messen galt.

Angespornt von dem guten Ergebnis aus Hannover nur 14 Tage zuvor, konnten wir uns auf der Kurzstrecke von 250 Metern am Samstag noch steigern und erreichten in Hamburg nach den Dragon One aus Dessau und den Sonntagsfahrern aus Friedersberg den 3. Platz in der Sportklasse. Voller Freude und Adrenalin ging es auch gleich weiter zur Langstrecke über 2.000 Meter. Begleitet von bedrohlich schwarzen Wolken und sich ankündigenden Regengüssen lieferten sich die Teams heiße Verfolgungsrennen, bei denen keine Mannschaft trotz der bereits geleisteten Anstrengungen bereit war, den anderen etwas zu schenken. Und so kämpften auch die Bremen Draggstars verbissen, schoben sich immer wieder mit kraftvollen, langen Schlägen und einem sehr gleichmäßigen Takt nach vorn und erreichten schließlich als dritte der Sportklasse nach den KRK Blue Eagles aus Minden und den Sonntagsfahrern das Ziel. Somit konnten wir den zweiten Pokal auf dieser Regatta für uns einfahren.

Wer nun dachte, dass sich die Leistung am Sonntag auf der Distanz über 500 Meter sicher nicht noch einmal wiederholen ließe, sollte schnell eines Besseren belehrt werden. Bereits im ersten Lauf konnten wir uns direkt für den Zwischenlauf qualifizieren und gingen anschließend aus diesem als schnellste Mannschaft aus dem Rennen. Somit war uns die Teilnahme im A-Finale um die Plätze eins bis vier sicher. Mit der Aussicht auf einen dritten Pokal an diesem Wochenende gaben die Paddlerinnen und Paddler nochmal alles und so gelang es tatsächlich erneut als Drittplatzierte neben den Sonntagsfahrern und den Dragon One aufs Treppchen zu steigen. Die Freude war unbeschreiblich.

Wieder zeigte sich also, die Bremen Draggstars sind ein Team, mit dem man rechnen muss. Aus den Vor- und Zwischenläufen gingen wir über alle Distanzen souverän und mit Abstand ungeschlagen heraus und durch viel Zusammenhalt und Harmonie konnten wir auch in den Finalläufen ganz vorn mitfahren.

Und schon Pipi Langstrumpf sang: Drei mal drei macht vier, wiedewiedewiet und drei macht Neune, ich mach mir die Welt, wiedewiedewie sie mir gefällt. Uns gefällt die Welt des Drachenbootsports und so werden wir voller Elan bereits in 2 Wochen zum 16. Warnemünder Drachenbootfestival fahren und wieder Alles geben!

 

Samstag, 11.06.2011 gegen 06.15 Uhr. Weißes Craft-Shirt, schwarze Hose, Rennshirt, Sitzkissen, Paddel – aber auch das Zelt, die Isomatte und der Schlafsack mussten schnell noch eingepackt werden, denn für die Bremen Draggstars ging es dieses Pfingstwochenende zum wiederholten Male zu den Hannover Dragonboatraces am Maschsee.

Mit angenehmer Wetterprognose für die kommenden drei Tage, guter Trainingsvorbereitung und viel Vorfreude auf ein schönes gemeinsames Wochenende ließ es sich auch zu so früher Stunde problemlos in unser erstes Regattawochenende der Saison starten.

In Hannover hieß es dann: „the dragons are back in town“. Auf sieben Bahnen nebeneinander wollten dieses Jahr rund 140 Teams der Klassen FunFun, FunSport, Breitensport und Leistungssport auf den Strecken 250 Meter, 500 Meter und 4.000 Meter gegeneinander antreten.

Und auch dieses Jahr zeigte sich wieder: Die Bremen Draggstars fahren auf Augenhöhe mit den anderen Mannschaften. So konnten wir bereits am Samstag unseren 5. Platz auf der 250 Meter-Strecke aus dem Vorjahr erfolgreich verteidigen. Dadurch motiviert gaben wir auch auf der Distanz über 500 Meter am Sonntag alles und konnten so eine starke Leistung verzeichnen. Der Pfingstmontag stand dann ganz im Zeichen der Langstrecke. Auf 4.000 Metern lieferten sich die Teams starke und spannende Verfolgungsrennen. Da hieß es Nerven bewahren und nur auf den eigenen Trommelrhythmus achten, einen langen Atem beweisen, in der Wende die Vorteile zum Überholen sichten, dann mit ordentlich Druck auf dem Paddel wieder in die Gerade gehen und sich gemeinsam als Team anspornen, die eigenen Grenzen zu überschreiten. Und so kamen die Bremen Draggstars nach einer sehr guten Zeit von 20 Minuten 35 Sekunden erschöpft, aber glücklich ins Ziel.

Wir blicken somit auf einen rundum gelungenen Start in unsere Regattasaison, bei dem sich neben dem Erfolg im Boot auch zeigte, was für ein eingespieltes Team die Bremen Draggstars sind, so dass wir nun voller Vorfreude auf die kommenden Herausforderungen blicken.

 

Das Ziel lag in 135 km Entfernung. Der Startschuss fiel um 6.07 Uhr am Sonntag, 08. Mai 2011. 12 Teammitglieder stellten sich dieser Herausforderung und vorab: Es hat sich gelohnt!

Die Kühle der Nacht war nach den ersten Startkilometern, wo sich Werra und Fulda küssen und die Weser ihren Ursprung nimmt, schnell verflogen und wich in rhythmischen Trommelschlägen den ersten Sonnenstrahlen. Eine bezaubernde Landschaft tat sich auf und das Starterfeld mit insgesamt 1500 Teilnehmern zog sich schnell auseinander. Kajaks, Ruderboote, Canadier und 2 Drachenboote gingen auf die Reise. Trotz extremen Niedrigwassers mit teils nur 1,2 m Wasserstand und geringer Strömung, fanden die Bremen Draggstars schnell ihren Rhythmus. Die erste von 2 kurzen Pausen machten wir hinter der Bronzestrecke (km 53), wo bereits 400 Teilnehmer ausstiegen, für uns war das erst der Anfang. Mit langen Zwischenspurts brachten wir das Boot wieder auf Kurs, kämpften teils mit starkem Wind und aufschäumendem Wasser, den Nerven, den Schmerzen, dem inneren Schweinehund. Wir wechselten immer wieder die Seiten, die Bänke, um kurze Entlastung für die Muskeln zu bekommen, fuhren mit langem Spurt an der Silberstrecke (km 80) vorbei, wo wieder 800 Teilnehmer ausstiegen, und stoppten noch einmal für wenige Minuten bei km 100. 35 km lagen noch vor uns, überholt hatte uns noch niemand, das gab Ansporn noch einmal alles zu geben! Laute Trommelschläge kündigten uns in Hameln an, unter Applaus fuhr unser Drachenboot um exakt 17.20 Uhr über die Ziellinie.

Die Bremen Draggstars sind bislang das einzige Drachenboot, das die 135 km Goldstrecke im Weserbergland bezwungen hat und das nach 2007 & 2008 jetzt in 2011 gleich zum 3. Mal!

Eine schöne Mannschaftsleistung, die uns den ersten Pokal in dieser Saison einbrachte, macht Lust auf mehr, mehr Drachenbootsport!

Caspar Rath

Bremen Draggstars



Zwei Junioren der Bremen Draggstars haben sich im bundesweiten Sichtungslager für das Jugendnationalteam Drachenboot gegen harte Konkurrenz durchgesetzt. Nun heißt es den Sommer über fleißig weiterzutrainieren und dann geht es zusammen mit 28 weiteren Jugendlichen zwischen 15 und 18 Jahren vom 1.-7. August in den Golf von Mexiko nach Tampa Bay an der Westküste der Halbinsel Florida zur 10. Drachenboot Weltmeisterschaft des IDBF (http://www.tampabaydragonboats.com/Default.aspx?tabid=89).

In den vergangenen zehn Jahren konnte das Jugendnationalteam mehrfach den Europa- und Weltmeistertitel gewinnen - bei der Drachenboot EM 2010 in Amsterdam blieb das junge Nationalteam in den Rennklassen Mixed und Open auf allen Distanzen sogar ungeschlagen und kehrte als sechsfacher Europameister zurück!

Die Bremen Draggstars wünschen dem Team für 2011 viel Erfolg!