Anpaddeln des Landes-Kanu-Verbandes Mitte März – das hört sich nach einer guten Idee an, dachten wir und 30 km von Rethem nach Verden zusammen mit den Kanuten der Mitgliedsvereine aus Bremen passten gut in unsere Saisonvorbereitung. Also fix angemeldet und noch ein paar Kanuten als Mitpaddler gewonnen. „Der Anpaddeltermin des LKV Bremen ist eigentlich immer eine sichere Wetterprognose für das erste schöne Frühlingswochenende“ versicherte LKV-Präsident Norbert Köhler, der in diesem Jahr gemeinsam mit uns die Strecke anging. Nur hatte das Wetter das in diesem Jahr leider irgendwie vergessen und so waren bei diesem charmanten Frühlingswetter am 17. März anno 2013 die Motivationskünste gefragt. Mit 19 Einern und einem Drachenboot machten wir uns bei zunächst grüner Wiese in Rethem auf den Weg nach Verden. Die ersten zaghaften Schneeflöckchen wurden als jahreszeittypische Blütenblätter interpretiert und gegen den einsetzenden eisigen Wind half die eine oder andere Tüte Süßigkeiten. Wir trotzten beharrlich dem immer stärker einsetzenden Schneefall und der Countdown bis zur Bratwurst wurde heruntergezählt, denn zum Glück warteten nach gut der Hälfte der Strecke die Paddelfreunde des Wassersportclubs in Westen mit Würstchen, Steaks und heißen Getränken, um die eingefrorenen Füße, Hände und ein bisschen auch die Seele aufzutauen. Schnell noch die Handschuhe auf der Heizung gewärmt und schon ging es frisch gestärkt auf den zweiten Teil der Strecke durch die mittlerweile mehr als nur angezuckerte Landschaft immer dem Ziel am Wassersportverein in Verden entgegen, wo die Schneepaddler herzlich mit Kaffee und Kuchen begrüßt wurden. „Schon ein bißchen verrückt“ und „sowas hatten wir ja noch nie“ hörte man immer wieder beim gemeinsam Kaffetrinken und dem etwas ungläubigen Blick aus dem Fenster, wo die Boote unter der Schneedecke kaum noch zu sehen waren – aber alle waren sich sicher: wir sehen uns beim Anpaddeln 2014!

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nass von oben naht

Wassersport ist nasser Sport – um mal meine Freud- und Leidensgenossin neben mir auf dem Schlag zu zitieren – dass wir das in so einer Deutlichkeit leider auch von oben zu spüren bekamen, hatten wir uns wohl alle nicht gewünscht. Und trotzdem wir alle immer fleißig die Teller leer gegessen und einmal stündlich den Anti-Regentanz vollführt hatten, fuhren wir am Wochenende vom 07. bis 08. Juli mit schlechten Wetterprognosen zum 4. Taiwan-Cup in Hamburg-Allermöhe.

Auf einem fantastischen Gelände standen für die Bremen Draggstars die Rennen über die Distanzen von 200 Metern, 500 Metern sowie 2.000 Metern an zwei Tagen auf dem Plan. So sollte zunächst am Samstag durch ein Rennen über 200 Meter die Einteilung in die Klassen Premium, Sport und Fun erfolgen, um anschließend alle 500-Meter-Läufe und die Langstrecke auszutragen. Nachdem wir uns erfolgreich für die Premium-Klasse qualifiziert hatten, gaben wir mit einem veränderten Rennablauf aus verlängerten Start- und Endspurtphasen auf der Mitteldistanz alles und erkämpften uns einen tollen 6. Platz von insgesamt 34 Teams. So war es dann auch nicht verwunderlich, dass sich ein kleines Gefühl der Erleichterung breit machte, als der Veranstalter aufgrund eines Unwetters die Langstrecke absagte – ACDC hätten mit ihrem Lied „Thunder“ kein bedrohlicheres Grollen hinbekommen und auch die Blitze konnten mit jeder perfekt inszenierten Lichtershow mithalten. Unseren Platz vom Samstag konnten wir am folgenden Tag auf der Kurzstrecke sogar noch einmal verbessern und landeten auf dem 5. Platz von 35 Teams.

Und als hätten wir der Anstrengung noch nicht genug, hieß es das folgende Wochenende erneut Tasche packen, um sich auf 280 Metern und 100 Metern mit 79 bzw. 20 Teams zu messen. Gemäß dem Lied von Adele „Set fire to the rain“ mischten wir zusammen mit den anderen Mannschaften durch hitzige, teilweise extrem hohe Paddelfrequenzen den alten Strom auf und fuhren wie im letzten Jahr in der Gruppe B auf den 280 Metern mit und erreichten im Sprint den 6. Platz. Zur Belohnung gönnten wir uns dann auch Fischbrötchen, Goldbroiler, Bierchen und Cocktail am Strom, der Mole und am Strand und können auf zwei wunderbare Tage zurückblicken.

Abschließend haben uns beide Wochenenden deutlich gezeigt:

  1. Die Zeiten, die wir fahren auf allen Distanzen, sind der Hammer. Die zweit- und drittbesten Zeiten können sich sehen lassen!
  2. Drachenbootsport ist ein Sport, bei dem das Konkurrenzdenken zwar während der Rennen an ist, in den Rennpausen sich allmählich jedoch wahre Teamfreundschaften entwickeln.
  3. Wir sind alle mittlerweile so angefixt, dass einige von uns selbst an ihren Geburtstagen nochmal eben angefahren kommen, um ins Boot zu springen.
  4. Unsere Draggstars-Familie entwickelt sich gemeinsam in jeder Hinsicht weiter, so dass wir uns freuen, uns im September bei der Deutschen Meisterschaft in Allermöhe präsentieren zu können!
Pfingsten, Sonne, 25 ° C.
Die Bremen Draggstars stellten sich der ersten wirklichen Herausforderung in der Saison 2012. Wo stehen wir wirklich? Nach mehreren Monaten guter Vorbereitung, einem tollen Trainingslager in Schwerin war dieses der Härtetest für die Mannschaft der Bremen Draggstars. Denn in Hannover ist so ziemlich alles vertreten, was Rang und Namen in Deutschland hat. Des Weiteren haben Teams aus Schweden und Holland die Reise angetreten, um sich mit vielen der besten deutschen Drachenbootteams zu messen.
 
Samstag: Kurzstrecke über 250 m.
Beim ersten Vorlauf kamen wir als 2. über die Ziellinie mit einer Zeit von 1:10,03 Min., das sicherte uns direkt den Einzug ins Halbfinale ohne den Umweg über die Hoffnungsläufe gehen zu müssen.
Auch im Halbfinale fuhren wir wieder auf den 2. Platz vor mit einer Zeit von 1:10,47 Min.
Finale auf Bahn 5: Der Start ging richtig vorwärts, dann in die Strecke, dann ein fulminanter Endspurt, dann rollten die ersten Tränen, Freudentränen, Platz 2.! in einer super Zeit von 1:07,78, was für ein Rennen. Am Abend durften wir dann unseren ersten Pokal aus Hannover auf der Bühne der AWD-Hall in Empfang nehmen.
 
Sonntag: Kurzstrecke über 500 m.
Nicht gerade unsere Paradestrecke, diese Distanz ist mörderisch, will sie doch irgendwie kein Ende nehmen.
Im Vorlauf erreichten wir Platz 4, also ging es in den Hoffnungslauf, in dem wir uns mit einer Zeit von 2:20,73 auf den ersten Platz kämpften und somit ins Halbfinale einzogen. Halbfinale, Bahn 6, zeitgleich mit dem Hoffnungslauf kamen wir auf Platz 6 ins Ziel, die Videoauswertung zeigte uns, dass die Boote vor uns nur einen Wimpernschlag schneller waren.
Also B-Finale, wieder auf der ungeliebten Bahn 6. Hier mussten wir den 3 kräftezehrenden Läufen davor Tribut zollen, ein Vorteil für alle, die sich nicht über die Hoffnungsläufe qualifizieren mussten. Mit einer doch deutlich langsameren Zeit von 2:22,82 sicherten wir uns gesamt einen guten
13. Platz auf der 500 m Kurzstrecke.
 
Montag: Langstrecke über 4000 m als Verfolgungsrennen
Als 3. Boot gingen wir auf diese Distanz, alle 10 Sek. startete ein Boot und 2 Mal sollte der Rundkurs umfahren werden. Mit kontinuierlicher Geschwindigkeit fuhren wir ein tolles Rennen. Nach der letzten Kurve ging es auf die Zielgerade, nochmals 500 m. Wir zogen langsam einen Endspurt an, peitschten das Boot für die letzten 150 m nochmals auf volle Geschwindigkeit hoch. Überholt hat uns niemand, ein sehr schöner 7. Platz mit einer Zeit von 19:54 Min. und mit lediglich 15 Sek. Abstand zu Platz 1.
Besonders bemerkenswert ist, dass wir 41 Sek. schneller waren als im letzten Jahr!
 
Was nehmen wir mit aus dieser Veranstaltung?
 
1. Einen Pokal!
2. Sonnenbrand!
3. Die Genugtuung, dass sich die Anstrengungen der letzten Monate bezahlt gemacht haben!
4. Das Wissen, dass wir jetzt auf allen Strecken wettbewerbsfähig sind.
5. Die Bestätigung, dass dieses Team momentan einfach super harmoniert und alles passt.
 
Von mir ein großes Lob an alle Teammitglieder, es war ein super Wochenende!

 

In der wirklich schönen Hafenarena beim Ruderclub in Leer traten wir nach den erfolgreichen Rennen im Herbst 2011 am vergangenen Wochenende zum 2. Mal an.

Das Ligafinale, ausgerichtet durch T&T, war unser Start in die neue Saison. Leer erwies sich erneut als ein gutes Pflaster für die Bremen Draggstars. Eine überschaubare Veranstaltung mit insgesamt 20 Teams, wobei 4 Teams „Open“ fuhren.

Für uns der erste Testlauf mitten in der Vorbereitung und somit die Möglichkeit auch die Regatta-Unerfahrenen an das Renngeschehen heranzuführen und diverse Bootsbesetzungen und Rennabläufe zu testen.

Die Blues Brothers aus Schwerin, seit Jahren auf allen Regatten vorne mit dabei, entschieden den 250 m Finallauf ganz knapp für sich, die Videoanalyse zeigte ein Fotofinish. Wir gratulieren und freuen uns über den 2. Platz mit dem Wissen, dass wir bald wieder auf dieses Team treffen werden.

Am kommenden Wochenende geht es ins Trainingslager an den Schweriner See zur Technik- und Taktikschulung sowie zum Ausdauertraining. Die Bremen Draggstars reisen fast vollzählig an und danach darf die Saison in Hannover richtig losgehen.