Freitag, 31 August 2012 11:37

„Raindrops keep falling on my head“ – oder wie die Bremen Draggstars die letzten zwei Wochenenden verbrachten!

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nass von oben naht

Wassersport ist nasser Sport – um mal meine Freud- und Leidensgenossin neben mir auf dem Schlag zu zitieren – dass wir das in so einer Deutlichkeit leider auch von oben zu spüren bekamen, hatten wir uns wohl alle nicht gewünscht. Und trotzdem wir alle immer fleißig die Teller leer gegessen und einmal stündlich den Anti-Regentanz vollführt hatten, fuhren wir am Wochenende vom 07. bis 08. Juli mit schlechten Wetterprognosen zum 4. Taiwan-Cup in Hamburg-Allermöhe.

Auf einem fantastischen Gelände standen für die Bremen Draggstars die Rennen über die Distanzen von 200 Metern, 500 Metern sowie 2.000 Metern an zwei Tagen auf dem Plan. So sollte zunächst am Samstag durch ein Rennen über 200 Meter die Einteilung in die Klassen Premium, Sport und Fun erfolgen, um anschließend alle 500-Meter-Läufe und die Langstrecke auszutragen. Nachdem wir uns erfolgreich für die Premium-Klasse qualifiziert hatten, gaben wir mit einem veränderten Rennablauf aus verlängerten Start- und Endspurtphasen auf der Mitteldistanz alles und erkämpften uns einen tollen 6. Platz von insgesamt 34 Teams. So war es dann auch nicht verwunderlich, dass sich ein kleines Gefühl der Erleichterung breit machte, als der Veranstalter aufgrund eines Unwetters die Langstrecke absagte – ACDC hätten mit ihrem Lied „Thunder“ kein bedrohlicheres Grollen hinbekommen und auch die Blitze konnten mit jeder perfekt inszenierten Lichtershow mithalten. Unseren Platz vom Samstag konnten wir am folgenden Tag auf der Kurzstrecke sogar noch einmal verbessern und landeten auf dem 5. Platz von 35 Teams.

Und als hätten wir der Anstrengung noch nicht genug, hieß es das folgende Wochenende erneut Tasche packen, um sich auf 280 Metern und 100 Metern mit 79 bzw. 20 Teams zu messen. Gemäß dem Lied von Adele „Set fire to the rain“ mischten wir zusammen mit den anderen Mannschaften durch hitzige, teilweise extrem hohe Paddelfrequenzen den alten Strom auf und fuhren wie im letzten Jahr in der Gruppe B auf den 280 Metern mit und erreichten im Sprint den 6. Platz. Zur Belohnung gönnten wir uns dann auch Fischbrötchen, Goldbroiler, Bierchen und Cocktail am Strom, der Mole und am Strand und können auf zwei wunderbare Tage zurückblicken.

Abschließend haben uns beide Wochenenden deutlich gezeigt:

  1. Die Zeiten, die wir fahren auf allen Distanzen, sind der Hammer. Die zweit- und drittbesten Zeiten können sich sehen lassen!
  2. Drachenbootsport ist ein Sport, bei dem das Konkurrenzdenken zwar während der Rennen an ist, in den Rennpausen sich allmählich jedoch wahre Teamfreundschaften entwickeln.
  3. Wir sind alle mittlerweile so angefixt, dass einige von uns selbst an ihren Geburtstagen nochmal eben angefahren kommen, um ins Boot zu springen.
  4. Unsere Draggstars-Familie entwickelt sich gemeinsam in jeder Hinsicht weiter, so dass wir uns freuen, uns im September bei der Deutschen Meisterschaft in Allermöhe präsentieren zu können!
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